Mit Kandare!

Nach sechsmonatigem Reiten (600 gerittene KM) hab ich es jetzt nochmal mit Kandare probiert: die bewegliche C-Stange, und mit einem zusätzlichen Paar Trensenzügel: Extra angefertigt in der Länge zu den Kandarenzügeln passend.

Ich hatte einen halben Ritt lang Kampf mit ihr, weil sie merkte dass sie mit diesem Gebiß nicht mehr herumspringen kann wie sie möchte und ich als Reiter Kontrolle über ihren Hals habe. Ein paarmal riß sie übel den Kopf ganz nach oben und machte Anstalten bockig zu werden, aber ich ritt sie einfach ruhig vorwärts, ohne sie mit den Zügeln festzuhalten. Und sie da, plötzlich war es gut.

Und nun habe ich das mit feinsten Hilfen zu reitende Pferd. Nicht nur allein das Wegspringen ist verschwunden. Da ist es wieder, ein Pferd dessen Maul man spürt, das am Zügel geht obwohl dieser 5cm durchhängt. Das hatte ich zuletzt vor 10 Jahren – wie sehr hat mir das gefehlt… Das nenne ich Anlehnung, das nenne ich reiten! Ein Bindfaden statt des Zügels würde auch genügen!

Letztes Wochenende waren wir mit Zahra und Quarta am Hubertushof, und sie war wirklich souverän. Ruhiger Galopp, kein Problem!

Vor 20 Jahren hab ich es das erste Mal erlebt dass man feine, sensible Pferde mit Kandare und 4 Zügeln wirklich gut reiten kann. Seitdem wiederholt sich das irgendwie immer wieder. Ich wollte eigentlich gar nicht dahin. Es wär doch auch was gewesen dies Pferd nur auf Knotenhalfter zu reiten. Aber der Unterschied an Feinheit, an Kontrolle ist einfach zu deutlich. Es gibt nichts wirklich reiterlich neues unter der Sonne. Wer lang genug geht steht irgendwann wieder vor seinen eigenen Fußstapfen.

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